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"WELCHE ZUKUNFT HAT EUROPA?"
Verffentlicht: 04.12.2006
Mit dieser Frage beschftigte sich am 1. Dezember im Potsdamer Landtag eine Konferenz zu der der Europaabgeordnete Norbert Glante zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Klaus Bochow, der Europapolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Brandenburger Landtag ist, ein bunt gemischtes Publikum eingeladen hatte. Über Vertreter der Landesregierung, Politikwissenschaftler und Studenten, Lehrer und Schler waren auch etliche Verbandsvertreter aber auch eine groe Zahl Brgerinnen und Brger aus dem ganzen Land Brandenburg erschienen.

Als Veranstalter zeigte sich Norbert Glante insbesondere darber erfreut, dass im Publikum sowohl sehr viele junge Leute als auch eine groe Zahl von Menschen aus der lteren Generation waren. So war der Plenarsaal des Brandenburger Landtags fast bis auf den letzten Platz gefllt. Ungefhr 120 Brgerinnen und Brger nutzen die Gelegenheit, den sehr informativen und dennoch ber groe Strecken kurzweiligen Vortrgen der Referenten zuzuhren. Der gerade wieder gewhlte Vorsitzende der Fraktion der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE) im Europischen Parlament Martin Schulz hielt den Erffnungsbeitrag und begeisterte das Auditorium mit seinem engagierten und leidenschaftlichen Pldoyer fr Europa. Die Europische Union brauche keinen perpetuierten "Wiener Kongress", rief er den Versammelten in Erinnerung an die monatelange Konferenz der europischen Nationalstaaten 1814 in Wien zu, sondern weiteren Fortschritt auf dem Weg der europischen Integration. Der Landtagsabgeordnete Klaus Bochow beleuchtete in seinem Beitrag die zuknftige Rolle der Regionen innerhalb der EU. Europa msse fr die Brger immer auch einen lokalen Bezug haben, und regionale Zustndigkeiten und Entscheidungen mssten auch vor Ort getroffen werden. Der Politikwissenschaftler Pawel Karolewski, Universitt Potsdam, stellte heraus, das aus seiner Sicht unterschiedliche Interessen in Europa fort bestnden und auch hingenommen werden sollten. Man msse auch mit ungelsten Problemen leben. Dem widersprach der Abgeordnete Schulz heftig. Politiker mssten handeln und Lsungen erreichen, das erwarte man von ihnen, sonst wrden sie abgewhlt. Gesine Schwan, Prsidentin der Europauniversitt Viadrina in Frankfurt (Oder), ging insbesondere auf die Bedeutung der Zivilgesellschaft im Fall der grenzberschreitenden Verstndigung zwischen Deutschland und Polen ein und lobte hierbei die enormen Fortschritte, die teilweise in Gegensatz zu den Entwicklungen auf diplomatischer Ebene stehen. Sie forderte die Brger auf, europische Politik durch aktive Informationssuche und auch direkte Initiative in Form von Veranstaltungen oder auch Leserbriefen selbst mitzugestalten. Es darf nicht alles den Regierungen berlassen werden, denn nur so kann man der allgemein vorherrschenden Politikverdrossenheit und "Brsselschelte" beikommen. Richtig traurig zeigte sich die engagierte Polenkennerin ber die von ihr herausgestellte Tatsache, dass zwar 2,5 Millionen vor allem junge Polen Deutsch lernten aber lediglich 20.000 Deutsche Polnisch. Norbert Glante kndigte am Ende der Tagung unter dem anhaltenden Beifall der Konferenzteilnehmer an, im kommenden Sommer zu einer Folge-Veranstaltung zu den Ergebnissen der deutschen Ratsprsidentschaft einzuladen. Er sprach die Hoffnung aus, dann alle jetzigen Teilnehmer und zustzlich noch mehr Brger begren zu knnen.

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